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Songs raushören

Raushören heißt, einen Song von der Aufnahme zu lernen, ohne Noten oder Tabs: verlangsamen, eine Phrase loopen, wiederholen, bis du sie Ton für Ton hörst, weiter. Die ganze Methode steckt in diesen drei Handgriffen – schwer ist nicht, sie zu kennen, sondern dranzubleiben.

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Die Methode in drei Handgriffen

  1. Verlangsamen. Von 0,25× bis 2×, in Schritten von 0,05×, ohne dass der Song tiefer wird – ein Ton, den du bei 0,6× raushörst, ist derselbe Ton wie im Original.
  2. Kurz loopen. Zwei Marker um die Phrase. Eine Phrase, nicht acht Takte: so viel, wie dein Ohr am Stück behalten kann.
  3. Wiederholen, bis es offensichtlich ist. Der Loop läuft, bis du ihn stoppst. Du suchst den Ton nicht – du wartest, bis er klar ist.

Eine Phrase nach der anderen, in der richtigen Reihenfolge

Der klassische Fehler ist nicht, zu schnell rauszuhören, sondern zu lange Stellen auf einmal zu nehmen. Ein Loop über acht Takte zwingt dein Ohr, eine ganze Folge zu behalten; ein Loop über zwei Takte verlangt nur, etwas wiederzuerkennen. Das ist ein völlig anderer Aufwand.

Die Reihenfolge, die fast immer funktioniert:

Benenn jeden Loop, sobald du ihn setzt – „Solo 1, Takt 9–12“, „Bridge“. Du kannst bis zu 100 benannte Loops pro Song behalten, und jeder öffnet sich in der Geschwindigkeit, bei der du ihn verlassen hast, statt jedes Mal neu gesucht zu werden. Liegt der Song als eigene Datei vor, kann Pro ihn in Spuren aufteilen, und du hörst den Bass solo – mehr dazu unter Instrument aus Song entfernen.

Was das Tool nicht für dich macht

Klartext, weil in diesem Bereich viel versprochen wird: Die App erkennt keine Akkorde, zeigt keine an und erstellt weder Tabs noch Noten, und sie hört nichts für dich raus – das machst du.

Was sie macht, macht sie vollständig: verlangsamen, ohne dass sich die Tonhöhe ändert; kurz loopen – der kürzeste Loop ist eine Sekunde lang, und du kannst eine Loop-Grenze im Moment des Tippens setzen, statt mit der Maus zu zielen; jeden benannten Loop am Song behalten; und die Zeit erfassen, die du damit verbringst. Raushören passiert mit den Ohren. Der Rest ist Organisation – und genau daran scheitern die meisten noch vor dem Ende des zweiten Songs.

Warum ein Übungsprotokoll zählt

Einen Song ernsthaft rauszuhören dauert Wochen, in Portionen von zwanzig Minuten. Ohne Protokoll beginnt jede Einheit bei null: Aufnahme suchen, Phrase suchen, Geschwindigkeit suchen. Das ist jeden Abend eine Kleinigkeit und nach zehn Tagen das Ende des Projekts.

Hier bleiben Loop und Geschwindigkeit am Song, und die Übungszeit wird automatisch erfasst, pro Song und pro Phrase – ein Übetagebuch, das sich selbst führt, ohne dass du etwas einträgst. Jeder Song hat seine Geschwindigkeitstreppe: wie viele echte Minuten bei 0,6×, bei 0,8×, in Originalgeschwindigkeit. Der Wiederholungsmodus (ab fünf benannten Loops) legt dir zuerst die rausgehörten Stellen vor, die du am längsten nicht mehr geübt hast – also genau die, an die du selbst nicht denken würdest. Und mit einem kostenlosen Konto und bestätigter E-Mail-Adresse kannst du eine Phrase als Link verschicken: Er öffnet sich direkt auf dem Loop, in deiner Geschwindigkeit, und wer ihn bekommt, braucht kein Konto.

Wie es weitergeht

Kostenlos oder Pro – klar gesagt

Verlangsamen, loopen, Loops benennen und wiederfinden, die erfasste Übungszeit, die Statistik, der Wiederholungsmodus und das Metronom sind kostenlos und ohne Konto. Eigene Audio- oder Videodateien hochzuladen – eine Unterrichtsaufnahme, eine CD, die dir gehört – ist ebenfalls kostenlos, braucht aber ein kostenloses Konto; als Gast kannst du nichts hochladen, und die Dateien bleiben auf dem Gerät, auf dem du sie hinzugefügt hast. Pro kostet 5,99 € im Monat oder 57 € im Jahr (Preise in Euro; außerhalb der Eurozone wird beim Bezahlen umgerechnet) und bringt die Synchronisierung dieser Dateien zwischen deinen Geräten, die Aufteilung eines hochgeladenen Songs in sechs Spuren und zwei genauere Statistik-Ansichten.

FAQ

Zeigt mir die App die Akkorde eines Songs an?

Nein. Wir erkennen keine Akkorde und zeigen nirgends welche an. Das Tool verlangsamt und loopt; die Analyse bleibt bei dir.

Kann ich ein Lied von YouTube nach Gehör lernen?

Ja, das ist der häufigste Fall, und es geht ohne Anmeldung. Mit einem kostenlosen Konto kannst du auch eigene Audio- oder Videodateien hochladen – der einzige Weg für eine Unterrichtsaufnahme oder eine eigene CD.

Wie hört man ein Solo am besten raus?

Erst die Akkorde darunter klären, dann das Solo in Phrasen von ein, zwei Takten zerlegen, jede bei 0,5× bis 0,7× loopen und erst weitergehen, wenn du sie mitsingen kannst.

Muss ich Noten lesen können, um Songs rauszuhören?

Nein. Raushören passiert mit dem Ohr, und viele gute Musiker schreiben nie etwas auf. Wenn du etwas festhalten willst, reicht ein Akkordschema oder eine Tabulatur – aber das schreibst du selbst, nicht das Tool.

Kann die App Songs transkribieren?

Nein, sie erzeugt keine Noten und keine Tabs. Das Tool nimmt dir die Organisation ab – Stelle, Geschwindigkeit, Übungszeit –, damit du dich beim Transkribieren aufs Hören konzentrieren kannst.

Wie lange dauert es, einen ganzen Song rauszuhören?

Das hängt vom Song und von deinem Gehör ab, und niemand kann dir ehrlich eine Zahl nennen. Deine eigene Zahl zeigt dir aber dein Protokoll, Song für Song.


Eine Phrase, ein Loop, zwanzig Minuten. Öffne die Aufnahme, geh auf 0,6× und hör heute Abend die erste Phrase raus.

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